Friseur-Innung Aachen im Gespräch im Landtag NRW am 11. Mai 2026
Die Corona-Pandemie hat das Friseurhandwerk hart getroffen: Geschlossene Salons, ausbleibende Einnahmen und gleichzeitig weiterlaufende Kosten haben viele Betriebe an ihre Grenzen gebracht. Die damals gewährten Soforthilfen waren für viele Unternehmerinnen und Unternehmer eine existenzielle Unterstützung.
Doch auch Jahre später sorgt das Thema für große Verunsicherung in der Branche. Komplexe Prüfverfahren, fehlerhafte Bescheide und teils hohe Rückforderungen stellen zahlreiche Betriebe erneut vor erhebliche Herausforderungen und das bei einer weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage.
Besonders kritisch sehen wir, dass Nordrhein-Westfalen bislang an den Rückforderungen festhält, während andere Bundesländer wie Baden-Württemberg bereits Lösungen im Sinne der betroffenen Betriebe gefunden haben. Viele Friseurinnen und Friseure fragen sich zu Recht: Warum ist ein fairer und pragmatischer Umgang dort möglich, hier aber nicht?
Für uns ist klar: Wer in der Krise auf staatliche Unterstützung vertraut hat, braucht heute Verlässlichkeit, transparente Verfahren und faire Lösungen. Dazu gehört auch, wirtschaftliche Härten zu berücksichtigen und gegebenenfalls Rückzahlungen zu überdenken.
Am 11. Mai 2026 werden Obermeisterin Bettina Nacken, Lehrlingswart Liliane Ghazanfari und Herr Sebastiam Lynen als Vertreter der Friseur-Innung Aachen sowie Vertreter des Landesinnungsverbands NRW als Mitorganisatoren diese Themen im Landtag Nordrhein-Westfalen ansprechen und die Perspektive unserer Betriebe einbringen.
Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Sorgen und Erfahrungen unserer Mitglieder gehört werden und in politische Entscheidungen einfließen.