Neue Handwerkszählung: So sind die aktuellen Zahlen zu verstehen

Aachener Dom

Das Statistische Bundesamt hat die Handwerkszählung für das Jahr 2024 veröffentlicht. Erstmals werden die Beschäftigtenzahlen nach einem neuen statistischen Verfahren ermittelt. Deshalb lassen sich die aktuellen Ergebnisse nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichen. Künftig zählt die Statistik nicht mehr die beschäftigten Personen, sondern die Beschäftigungsverhältnisse. Wer mehrere Jobs im Handwerk ausübt, wird für jedes Arbeitsverhältnis einzeln erfasst. Bislang wurde jede Person nur einmal gezählt.

Nach dem neuen Jobkonzept gibt es im Handwerk 2024 rund 6,32 Millionen Beschäftigungsverhältnisse. Für das Jahr 2025 weist das Statistische Bundesamt rund 6,24 Millionen Beschäftigungsverhältnisse aus. Die Umstellung gilt für alle Wirtschaftsbereiche.

Wer die Zahlen bewertet, sollte die neue Berechnung berücksichtigen. Veränderungen gegenüber früheren Jahren spiegeln nicht automatisch die Entwicklung im Handwerk wider. Deshalb hat das Statistische Bundesamt zusätzlich eine Sonderauswertung für das Jahr 2023 nach dem neuen Jobkonzept veröffentlicht. Sie ermöglicht einen direkten Vergleich mit den aktuellen Daten.

Die Handwerkszählung zeigt, welche wirtschaftliche Bedeutung das Handwerk hat. Sie liefert eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, die veröffentlichten Zahlen richtig einzuordnen.

Die Kreishandwerkerschaft Aachen wird die Entwicklung weiter begleiten. Verlässliche Daten machen sichtbar, welchen Beitrag das Handwerk für Wirtschaft und Beschäftigung leistet.