Frühjahrsempfang 2026 im Zinkhütter Hof: Austausch, Impulse und ein starkes Netzwerk für die Region

Frühjahrsempfang im Zinkhütter Hof

Am 29. April 2026 wurde der Zinkhütter Hof in Stolberg wieder zum Treffpunkt des regionalen Handwerks: Die Kreishandwerkerschaft Aachen hatte zum Frühjahrsempfang eingeladen und über 100 Gäste aus Handwerk, Politik, Verwaltung und Wirtschaft folgten dieser Einladung. Es war ein Abend voller Gespräche, Handschläge, neuer Verbindungen und gemeinsamer Perspektiven. Und er zeigte einmal mehr: Gerade in bewegten Zeiten sind starke Netzwerke kein „Nice-to-have“, sondern eine echte Voraussetzung dafür, dass unsere Region wirtschaftlich vorankommt.

Handwerk als Kraft in bewegten Zeiten

Kreishandwerksmeister Herbert May stellte in seiner Begrüßung den Kern des Handwerks in den Mittelpunkt: das, was jeden Tag entsteht, weil Menschen ihr Können einsetzen, Verantwortung übernehmen und Ergebnisse schaffen, die man sehen und anfassen kann. Seine Botschaft war ebenso schlicht wie stark: „Wir machen etwas, das gebraucht wird. Etwas, das bleibt.“

Klartext und Kurs: das „KH-Briefing“

Im Anschluss nahm Hauptgeschäftsführer Yannic Schmitt die Gäste mit in ein kompaktes „KH-Briefing“ als konzentrierten Blick auf das vergangene Jahr und auf das, was Betriebe aktuell besonders fordert. Zwischen guter Auslastung und spürbarer Investitionszurückhaltung, zwischen steigenden Kosten, Unsicherheiten und wachsenden Berichtspflichten wurde deutlich: Viele Unternehmen arbeiten längst am Limit und brauchen Rahmenbedingungen, die zur Realität des Mittelstands passen.

Dabei machte Schmitt auch den Anspruch der Kreishandwerkerschaft deutlich: nicht nur zu verwalten, sondern die Interessen des Handwerks aktiv zu vertreten – dort, wo Entscheidungen entstehen. „Wir bringen die Realität unserer Betriebe dorthin, wo Entscheidungen getroffen werden.“ Im Fokus standen unter anderem Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung, berufliche Bildung sowie eine mittelstandsfreundliche Vergabe.

Wirtschaft im Blick: Keynote von Prof. Dr. Justus Haucap

Ein Höhepunkt des Abends war die Keynote von Prof. Dr. Justus Haucap zum Thema „Lagebild Wirtschaft: Wege zu Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit“. Anschaulich, pointiert und mit spürbarem Praxisbezug ordnete er die aktuelle wirtschaftliche Lage ein und gab Impulse, welche Bedingungen es braucht, damit Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit gewinnen, investieren und wachsen können.

Ehrungen: Anerkennung für Engagement und starke Verbindungen

Ein besonders wertvoller Moment des Abends waren die Ehrungen. Denn Handwerk lebt nicht nur von Technik, Tradition und Leistung, sondern vor allem von Menschen, die Brücken bauen, Austausch ermöglichen und Verlässlichkeit zeigen. Genau diese Haltung stand im Mittelpunkt, als Persönlichkeiten ausgezeichnet wurden, die das Handwerk in der Region durch Dialog, Unterstützung und Engagement stärken.

Mit der Ehrengabe des Aachener Handwerks wurden ausgezeichnet:

  • Heiko Thomas, Dezernent der Stadt Aachen für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude – als wichtiger Ansprechpartner, der den offenen Austausch mit dem Handwerk sucht und die Zusammenarbeit konstruktiv mitgestaltet.
  • Daniel Scheen-Pauls, Mitglied des Landtags – für Dialogbereitschaft und sein ernsthaftes Interesse an den Einschätzungen des Handwerks, um politische Vorhaben praxisnah einordnen zu können.

Ein besonderer Moment war die Verleihung des Mauenordens des Aachener Handwerks als Zeichen für Tatkraft, Verbundenheit und nachhaltiges Engagement.

Mit dem Mauenorden wurden geehrt:

  • Ludwig Voss – für seine langjährigen Verdienste und seine prägende Arbeit für das Aachener Handwerk als ehemaliger Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen.
  • Thomas Salz – für seine langjährige Verbundenheit mit dem Handwerk und die Unterstützung regionaler Handwerksbetriebe, unter anderem über die Nachwuchsförderung und Finanzierungslösungen als Vorstand der Sparkasse Aachen.

Begegnung und Netzwerk

Nach dem offiziellen Teil war das, was diesen Abend ausmacht, überall spürbar: Menschen kamen ins Gespräch, Themen wurden weitergedacht, Kontakte vertieft und neue geknüpft. Der Frühjahrsempfang bot Raum für die gemeinsame Frage, wie die Region Aachen wirtschaftlich stark und lebenswert bleibt – mit einem Handwerk, das ausbildet, beschäftigt, investiert und Innovationen in die Praxis bringt.

Wir danken allen Gästen für ihr Kommen und freuen uns auf den weiteren Dialog.