Gemeinsam geht mehr: Open BBQ bringt das Handwerk zusammen
Gutes Essen, starke Impulse, neue Begegnungen und jede Menge Gesprächsstoff: Beim Open BBQ der Kreishandwerkerschaft Aachen kamen am 10. September Innungsmitglieder und Gäste aus unterschiedlichen Gewerken zusammen. Ein Abend, der vor allem eines gezeigt hat: Gemeinschaft lässt sich am besten erleben, wenn Menschen zusammenkommen.
Der große Sitzungssaal und der Innenhof der Kreishandwerkerschaft wurden am Donnerstagabend zum Treffpunkt des regionalen Handwerks. Bei bestem Wetter, Live-BBQ und entspannter Atmosphäre blieb viel Zeit, neue Kontakte zu knüpfen, bekannte Gesichter wiederzusehen und sich auch einmal über die Grenzen des eigenen Gewerks hinaus auszutauschen.
Genau darum ging es bei diesem besonderen Abend. Im Rahmen der Kampagne „Mitglieder werben Mitglieder“ waren die Innungsmitglieder eingeladen, einen Handwerksbetrieb mitzubringen, der bislang noch keiner Innung angehört.
Denn wer könnte besser vermitteln, was Innung bedeutet, als diejenigen, die selbst Teil dieser Gemeinschaft sind? Statt langer Erklärungen über Leistungen und Strukturen sollte beim Open BBQ ganz praktisch erlebbar werden, was Innung auch ausmacht: Menschen kennenlernen, Erfahrungen teilen, Kontakte knüpfen und gemeinsam einen schönen Abend verbringen.
Warum bin ich eigentlich Innungsmitglied?
Eine sehr persönliche Antwort auf diese Frage gab Friseurmeisterin Silke Peeters. Und gerade ihre Geschichte machte den Impuls besonders spannend: Denn sie selbst war viele Jahre kein Innungsmitglied.
Die Fragen, die viele Noch-Nicht-Mitglieder beschäftigen, kennt sie deshalb aus eigener Erfahrung: Was kostet die Mitgliedschaft? Was habe ich persönlich davon? Muss ich dann ständig zu Versammlungen gehen? Und bedeutet der Eintritt womöglich, irgendwann automatisch ein Ehrenamt übernehmen zu müssen?
Heute sieht Silke Peeters die Innungsmitgliedschaft anders. In ihrem Impuls machte sie deutlich, dass Mitgliedschaft eben kein stillschweigender Vertrag darüber ist, künftig jede freie Minute in Gremien und Ehrenamt zu investieren.
Gleichzeitig hat sich für sie die Perspektive auf die Frage „Was habe ich davon?“ verändert. Innung bedeutet für sie heute nicht nur, eine konkrete Leistung für den eigenen Mitgliedsbeitrag zu erhalten. Es bedeutet auch, Strukturen mitzutragen, die für das gesamte Handwerk wichtig sind.
Ausbildung, Prüfungswesen, fachliche Standards und Interessenvertretung funktionieren nur, weil Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen. Dabei kann dieser Beitrag ganz unterschiedlich aussehen: Der eine bildet aus, die andere engagiert sich im Prüfungsausschuss oder Vorstand – und wieder jemand anderes unterstützt diese Gemeinschaft ganz bewusst durch seine Mitgliedschaft.
Ein persönlicher und authentischer Impuls, der bei den Gästen viel Zuspruch fand.
Und auch einen kleinen Wunsch, den Silke Peeters am Ende ihres Vortrags augenzwinkernd äußerte, konnte sie an diesem Abend noch abhaken: Das erhoffte Foto mit Joey Kelly gab es natürlich auch.
„NO LIMITS“ mit Joey Kelly
Denn für den zweiten großen Impuls des Abends sorgte Joey Kelly. Unter dem Titel „NO LIMITS: Wie schaffe ich mein Ziel“ nahm der Unternehmer, Ausdauersportler, Abenteurer, Musiker und Speaker die Gäste mit auf seinen außergewöhnlichen Lebensweg. Ermöglicht wurde dieser Auftritt von unserer langjährigen Partnerin der IKK classic.
Mehr als 40 Marathons, über 30 Ultramarathons und zahlreiche extreme sportliche Herausforderungen stehen in seiner persönlichen Bilanz. Doch an diesem Abend ging es weniger um Rekorde als um die Frage, die dahintersteht: Was bringt einen Menschen dazu, immer wieder weiterzumachen?
Mit viel Humor und zahlreichen persönlichen Geschichten sprach Kelly über Ziele, Disziplin und Willenskraft – und über die Grenzen, die häufig zunächst im eigenen Kopf entstehen.
Dass er diese Grenzen mitunter sehr weit verschiebt, wurde bei seinen Anekdoten schnell deutlich. Sein Satz „Hunger ist nur die Hysterie des Körpers“ sorgte nicht nur für Lacher, sondern gab auch einen guten Eindruck davon, mit welcher Konsequenz er manche seiner Survival-Abenteuer angegangen ist.
Besonders eindrucksvoll: 1999 absolvierte Joey Kelly vor einem Auftritt der Kelly Family im Münchener Olympiastadion noch einen Ironman. Die Kelly Family trat an diesem Abend als Vorband von Michael Jackson auf – Kelly schaffte es nach dem Wettkampf gerade noch rechtzeitig in Laufkleidung auf die Bühne.
So außergewöhnlich seine Geschichten auch waren, seine Botschaft ließ sich gut auf den unternehmerischen Alltag übertragen: Große Ziele erreicht man nicht auf einmal. Entscheidend ist, anzufangen, konsequent dranzubleiben und auch dann weiterzumachen, wenn es schwierig wird.
Viel Sympathie fürs Handwerk
Besonders persönlich wurde es, als Joey Kelly über seinen Sohn sprach, der Schreinermeister werden möchte. Dass dieser seinen beruflichen Weg im Handwerk sieht, erfüllt ihn mit Stolz.
Auch mit Blick auf die Veränderungen durch Künstliche Intelligenz sieht Kelly in praktischen Fähigkeiten und handwerklichem Können große Zukunftschancen. Seine Botschaft an die Betriebe und den handwerklichen Nachwuchs war entsprechend eindeutig: Im Handwerk liegt Zukunft.
Damit passte sein Impuls hervorragend zu einem Abend, bei dem es letztlich ebenfalls um Zukunft ging: um die Zukunft der Betriebe, der Gewerke und einer starken handwerklichen Gemeinschaft.
Das Open BBQ hat gezeigt, dass der erste Schritt dafür manchmal ganz unkompliziert sein kann: zusammenkommen, miteinander reden, voneinander lernen – und gemeinsam einen guten Abend verbringen.