Weniger Bürokratie für das Handwerk: Erfolgreiche Lobbyarbeit zeigt Wirkung

Ansicht auf den Aachener Dom

Gute Nachrichten für das Handwerk: Die Europäische Kommission hat am 3. Juli die delegierten Rechtsakte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht und setzt damit den eingeschlagenen Kurs zum Bürokratieabbau konsequent fort.

Für Handwerksbetriebe bedeutet dies eine spürbare Entlastung. Insbesondere der neue freiwillige Berichtsstandard für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) soll künftig dafür sorgen, dass Betriebe ihre Nachhaltigkeitsinformationen nur noch einmal in einem einheitlichen Format bereitstellen müssen. Unterschiedliche Anfragen verschiedener Geschäftspartner sollen damit der Vergangenheit angehören.

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Sie ist das Ergebnis einer intensiven und beharrlichen Lobbyarbeit der Handwerksorganisationen auf europäischer und nationaler Ebene. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat sich gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen – darunter auch die Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften – seit Langem dafür eingesetzt, die ausufernden Berichtspflichten für kleine und mittlere Betriebe auf ein praktikables Maß zu begrenzen.

„Das erste Omnibus-Vereinfachungspaket hat Handwerksbetriebe und andere kleine und mittlere Unternehmen spürbar entlastet. Die Berichtspflichten wurden deutlich reduziert. Diesen Weg setzt die Europäische Kommission mit den nun vorgelegten delegierten Rechtsakten stringent fort“, erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke.

Gleichzeitig bleibt weiterer Handlungsbedarf. Der freiwillige Berichtsstandard muss im gesamten Wirtschaftsleben anerkannt werden. Insbesondere Banken und andere Geschäftspartner dürfen keine zusätzlichen Nachweise verlangen, die über den freiwilligen Standard hinausgehen. Hier ist die Politik gefordert, die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Für das Handwerk gilt: Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für das eigentliche Kerngeschäft. Deshalb werden wir uns auch künftig gemeinsam mit unseren Spitzenverbänden für praxistaugliche Regelungen und eine spürbare Entlastung unserer Betriebe einsetzen.